Bei Einsätzen gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien könnte es am 7., 10. und 12. September "auch zivile Opfer" gegeben haben, meldete das Zentralkommando der Armee. Zahlen wurden nicht genannt.

Der Angriff am 10. September habe sich nahe der vom IS besetzten Stadt Rakka in Syrien ereignet. "Der Schlag gegen ein IS-Ziel könnte den Tod von Zivilisten nahe der Einschlagstelle verursacht haben", hieß es in der Erklärung des Militärs. Bei den Einsätzen am 7. und 12. September, nahe Deir al-Sur sowie Asch-Schaddadi, hätten US-Kampfflugzeuge jeweils ein Geschoss auf Ziele des IS abgefeuert, kurz vor dem Einschlag sei dann jeweils ein Zivilfahrzeug in das Zielgebiet gefahren, teilte das Zentralkommando mit.

Die USA führen seit zwei Jahren eine internationale Militärallianz im Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak an. Dabei setzen sie vor allem auf Luftangriffe.

Seit Montagabend herrscht in Syrien Waffenruhe, sie gilt zunächst für 48 Stunden und soll im Falle eines Erfolgs verlängert werden. Hält sie eine Woche lang, wollen Russland und die USA ihren Kampf gegen den IS koordinieren.

Die Vereinbarung sieht vor, dass sich die syrischen Regierungstruppen rund um die umkämpfte Großstadt Aleppo zurückziehen und humanitären Helfern Zugang gewähren. Russland muss die Regierungstruppen davon überzeugen, die Rebellengebiete nicht länger zu bombardieren. Die USA wollen die mit ihnen verbündeten Rebellengruppen dazu bringen, nicht mehr mit der islamistischen Fatah-al-Scham-Front (früher: Al-Nusra-Front) zu kooperieren.

Beobachtern zufolge wird die Waffenruhe bisher überwiegend eingehalten. Der Hilfsorganisation Weißhelme zufolge flogen zunächst keine Kampfjets mehr über die besonders umkämpfte Großstadt Aleppo. Noch ist allerdings offen, ob sich die verschiedenen Rebellengruppen an die Vereinbarung halten werden.