Die Europäische Union hat ihre wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen gegen Russland verlängert. Die EU-Botschafter wollen die Einreise- und Vermögenssperren gegen 146 Russen und Ukrainer bis zum 15. März 2017 beibehalten, wie Diplomaten bestätigten. Auch mehrere Berater und Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin bleiben mit den Sperren belegt. Die EU wirft ihnen Unterstützung prorussischer Separatisten in der Ostukraine vor.

Bestehen bleiben auch Kontensperrungen für 37 Unternehmen und Organisationen, die zur Eskalation des Konflikts beigetragen haben sollen. Sie richten sich unter anderem gegen russische Staatsbanken, den Im- und Export von Rüstungsgütern sowie die russische Öl- und Gasindustrie.

Die Entscheidung muss noch offiziell von den EU-Staaten bestätigt werden. Ohne Verlängerung würden die Strafmaßnahmen am 15. September enden. 

Bereits im Juni hatte sich die EU darauf verständigt, die ebenfalls bestehenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verlängern. Sie sollen erst gelockert werden, wenn die Vereinbarungen des Minsker Friedensplans zum Ukraine-Konflikt erfüllt sind.

Die russische Regierung hält die Sanktionen für ungerechtfertigt und hatte im Gegenzug Einfuhrverbote für westliche Agrarprodukte wie Milch und Obst verhängt. Der russische Ölkonzern Rosneft hatte in Großbritannien geklagt, weil er dort wegen der Sanktionen keine Kredite erhielt. Der Fall wurde an den Europäischen Gerichtshof überwiesen.