22 Vorfälle sind laut einem vertraulichen Bericht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bekannt, bei denen Vertreter der Vereinten Nationen von südsudanesischen Regierungsbeamten oder Soldaten bei der Arbeit behindert wurden. Manchen sei Ausrüstung weggenommen worden, andere wurden erpresst. Auch von UN-Mitarbeitern, die geschlagen oder mit dem Tod bedroht wurden, ist in dem Bericht die Rede. Der UN-Sicherheitsrat solle nun innerhalb von fünf Tagen über ein Embargo gegen den Südsudan beraten, zitiert die Nachrichtenagentur AP aus dem Dokument.

Ein Waffenembargo hatte der Sicherheitsrat dem Land bereits angedroht, sollte es nicht eine 4.000 Mann starke internationale Schutztruppe akzeptieren und UN-Mitarbeiter ungehindert arbeiten lassen. Die Regierung stimmte dem zwar zu, Beamte erklärten jedoch, die internationale Truppe verstoße gegen die nationale Souveränität des afrikanischen Landes.

Bans Bericht wirft der südsudanesischen Regierung in Juba außerdem einen Verstoß gegen die Einsatzvereinbarung für die Schutztruppe vor. Es gebe nicht genügend Räumlichkeiten für die Truppe, Feindseligkeiten nähmen zu. Das sei inakzeptabel.