Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat sich für ihre abfällige Bemerkung über die Anhänger ihres republikanischen Rivalen Donald Trump entschuldigt. Sie bedauere, dass sie einen Teil der Trump-Unterstützer als erbärmlichen Haufen aus Sexisten, Rassisten und Homophoben bezeichnet habe, sagte Clinton. Viele der Anhänger des Republikaners seien hart arbeitende Amerikaner.

Wörtlich hatte Clinton am Freitagabend bei einer Spendenveranstaltung eines Verbands schwuler, lesbischer und transsexueller Geldgeber in New York City gesagt: "Krass verallgemeinert gesagt könnte man die Hälfte von Trumps Anhängern in einen – wie ich es nenne – Korb der Kläglichen werfen. Oder? Die Rassisten, die Sexisten, die Homophoben, die Xenophoben, die Islamophoben. Sucht euch was aus." 

Clinton hatte weiter gesagt, es gebe auch noch die andere Hälfte der Trump-Unterstützer, denen man zuhören müsse, weil sie sich von der Regierung und der Wirtschaft des Landes im Stich gelassen fühlten. Das bekräftigte sie auch bei ihrer Entschuldigung am Samstag. Sie sagte, sie habe sich äußerst verallgemeinernd geäußert. "Das ist nie eine gute Idee." Unter dem viel genutzten Hashtag #BasketOfDeplorables schlagen Clinton nun Wut und Spott von Trump-Fans entgegen.

Hillary Clinton hat im August viele Spendenveranstaltungen wie jene in New York City besucht, berichtet die New York Times. Demnach habe sie auch bei diesen Gelegenheiten, die nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren, ähnliche Formulierungen gebraucht. Im Bemühen um mehr Transparenz hatte Clintons Wahlkampfteam einige der Abende nun für die Presse geöffnet.

"Sie sind kein Korb"

Trump reagierte über den Kurznachrichtendienst Twitter auf die Äußerung seiner Konkurrentin. Clinton werde den politischen Preis dafür zahlen müssen, sagte er und forderte eine Entschuldigung.

Trumps Vizepräsidentschaftskandidat Mike Pence sagte bei einer Rede: "Hillary, sie sind kein Korb voller irgendwas. Es sind Amerikaner und sie verdienen deinen Respekt." Der Vorsitzende des Republikanischen Nationalkomitees, Reince Priebus, setzte nach: "Normale Amerikaner vor einer Gruppe reicher Spender zu beleidigen, zeigt, auf wessen Prioritäten Clinton wirklich Wert legt."

In den USA wird am 8. November ein neuer Präsident gewählt. Umfragen zufolge hat die ehemalige US-Außenministerin Clinton zuletzt an Zustimmung verloren, nachdem sie zuvor zeitweise deutlich vor Trump gelegen hatte. Sie liegt aber noch vor dem republikanischen Kandidaten.