Bei schweren Luftangriffen russischer Kampfjets auf Rebellengebiete im syrischen Aleppo sind nach Angaben der oppositionsnahen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 25 Menschen getötet worden. Bewohnern und Rettungskräften zufolge wurden bei den Angriffen und beim Beschuss von nahe gelegenen Dörfern insgesamt 50 Zivilisten getötet. In einem Stadtteil von Aleppo seien eine medizinische Einrichtung und ein Spielplatz getroffen worden.

AFP/Getty
Wer kämpft in Syrien?

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Wer kämpft in Syrien?

Zerrissenes Land

Mehr als 400.000 Menschen sind in Syrien getötet worden, seit der Konflikt im Frühjahr 2011 als friedlicher Protest gegen die Regierung begann. Das Assad-Regime reagierte mit Gewalt, seine Gegner griffen zu den Waffen – heute herrscht Bürgerkrieg.

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Seit Beginn des Bürgerkriegs sind große Teile Syriens der Kontrolle des Regimes entglitten. Sie werden von unterschiedlichsten Milizen gehalten. Auch von außen erfahren die Kriegsparteien Unterstützung, und andere Länder greifen in den Krieg ein.

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Wer kämpft in Syrien?

Verhandlungen für eine politische Lösung sind immer wieder gescheitert, ebenso mehrere Waffenruhen. Humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung ist kaum möglich. So bleibt es dabei: Jeder kämpft seinen eigenen Krieg, ein Frieden ist nicht in Sicht.

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In der südsyrischen Stadt Daraa trafen Rebellen laut Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur eine Grundschule. Dabei sollen fünf Kinder und ein Erwachsener getötet worden sein. 18 Schüler seien verletzt worden. Die Aufständischen dementierten, dass sie für den Beschuss verantwortlich seien.

Die syrische Armee und das mit ihr verbündete russische Militär hatten die Luftangriffe auf das seit Monaten umkämpfte Aleppo in der vergangenen Woche nach eigenen Angaben reduziert, um Zivilisten zu ermöglichen, die Rebellengebiete zu verlassen. Auch Aufständische sollen mit leichten Waffen abziehen dürfen.

Unterdessen warf der britische Außenminister Boris Johnson Russland vor, für den Beschuss eines Hilfskonvois am 19. September verantwortlich zu sein. Alle verfügbaren Beweise deuteten darauf hin, sagte Johnson im Parlament. Er rief zu Protesten vor der russischen Botschaft gegen die Militäraktionen Russlands auf, das vor gut einem Jahr an der Seite von Präsident Baschar al-Assad in den syrischen Bürgerkrieg eingegriffen hatte. Die russische Botschaft teilte auf Twitter mit, Russland habe in Syrien Tausende Dörfer befreit und Tausende Tonnen humanitäre Hilfsgüter geliefert.