Nicht einmal jeder zehnte Syrer in belagerten Regionen ist in diesem Monat mit Lebensmitteln versorgt worden. Das berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf eine ihr vorliegende Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Linken.

Demnach erhielten lediglich 77.000 Menschen entsprechende Hilfe, obwohl die Vereinten Nationen eine Versorgung von 960.000 Menschen in 29 Gebieten als besonders dringend eingestuft hatten. 42.000 Menschen konnten in vom syrischen Regime belagerten Regionen unterstützt werden. Weitere 35.000 Zivilisten wurden in Gebieten beliefert, die die Terrormiliz "Islamischer Staat" belagerte. Außerdem erhielten 20.000 Syrer Unterstützung, die in schwer erreichbaren Regionen leben.

"Die aktuellen Frontlinien in Aleppo müssen durch eine Waffenruhe ohne Vorbedingungen eingefroren werden, um das Leben der eingeschlossenen Menschen zu retten", sagte Linken-Sicherheitsexpertin Katrin Kunert der Zeitung. An einer Verständigung zwischen Russland und den USA führe kein Weg vorbei, um den Syrien-Krieg zu beenden.