Wegen der Gefahr von Anschlägen sollen die Angehörigen von Mitarbeitern des US-Konsulats in Istanbul die Türkei verlassen. Das US-Außenministerium hat sie dazu aufgefordert. Hintergrund sei die "gewachsene Bedrohung durch terroristische Gruppen", erklärte das Ministerium in Washington. 

Es gebe Hinweise, dass extremistische Gruppen amerikanische Staatsbürger in der Metropole angreifen wollten, teilte das Ministerium in einer aktualisierten Reisewarnung mit. Das Generalkonsulat in Istanbul bleibe geöffnet. Andere diplomatische Stellen der US-Regierung in der Türkei seien von der Aufforderung nicht betroffen, hieß es in der Reisewarnung.

Am Montag hatte das Außenministerium US-Bürger bereits auf die Gefahren einer Türkei-Reise aufgrund der Bedrohung durch "einheimische und internationale Terrororganisationen" hingewiesen. Das State Department riet insbesondere von einem Aufenthalt im kurdisch dominierten Südosten des Landes auf. Dort gehen die türkischen Streitkräfte seit Monaten mit einer groß angelegten Offensive gegen die Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vor, die immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte verüben.