Die Vereinten Nationen wollen Verhandlungen über ein Verbot von Atomwaffen auf den Weg bringen. Ein Ausschuss der Vollversammlung verabschiedete in New York gegen den Widerstand der großen Atommächte eine Entschließung, die zu Verhandlungen über ein derartiges Vertragswerk aufruft. 123 Mitgliedsstaaten votierten dafür, 38 dagegen, 16 enthielten sich.

Jeglicher Einsatz von Atomwaffen hätte katastrophale humanitäre Auswirkungen, heißt es in der Resolution. Der Ausschuss will die Vorlage nun an die UN-Vollversammlung weiterleiten, deren Plenum in den kommenden Wochen darüber abstimmen soll. Als Termine für die ersten Verhandlungsrunden werden der März und der Juni kommenden Jahres genannt.

Der Text hat nur empfehlenden Charakter, keinen bindenden. Eingebracht wurde er von Österreich, Irland, Mexiko, Nigeria, Südafrika und Brasilien. Die Initiative stößt auf starken Widerstand der Atommächte. Die USA, Russland, Frankreich und Großbritannien stimmten mit Nein. China enthielt sich ebenso wie Indien und Pakistan. 

Die Kritiker argumentieren, Verhandlungen über die atomare Abrüstung sollten in dem bereits bestehenden Rahmen der Gespräche über den Atomwaffensperrvertrag stattfinden.