Der rassistische Ku-Klux-Klan (KKK) freut sich über die Wahl des Republikaners Donald Trump zum US-Präsidenten und will sie zelebrieren. Die Unterorganisation des Klans im Bundesstaat North Carolina kündigte eine Demonstration für den 3. Dezember an. Auf ihrer Website rufen die "Loyalen Weißen Ritter" zu einem Siegesmarsch für Trump auf. Darunter ist ein Bild des zukünftigen US-Präsidenten in Siegerpose vor Wolkenkratzern zu sehen.

Die Organisation hat sich schon während des Wahlkampfs immer wieder für den Rechtspopulisten Trump stark gemacht. Im August hatte der frühere Ku-Klux-Klan-Chef David Duke zur Wahl des Republikaners aufgerufen. "Wenn wir die massive Einwanderung jetzt nicht stoppen, werden sie mehr sein als unser eigenes Volk", sagte er in Bezug auf ethnische Minderheiten in den USA.  

Trump hat im Wahlkampf angekündigt, Millionen von Einwanderern ohne Aufenthaltsrecht abzuschieben und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Sein Wahlkampfteam bemühte sich in den letzten Monaten vor der Wahl darum, Distanz zum Ku-Klux-Klan herzustellen. Eine Trump-Sprecherin nannte im August die Erklärung Dukes "absolut beunruhigend". Noch im Februar hatte Trump allerdings mit der Weigerung, sich vom Ku-Klux-Klan zu distanzieren, großen Wirbel verursacht. Er müsse sich über die Organisation und andere extremistische Gruppen erst informieren, sagte er damals.

Der Ku-Klux-Klan wurde nach dem US-Bürgerkrieg (1861-65) gegründet, der zur Abschaffung der Sklaverei führte. Die Organisation sieht die Weißen als privilegierte Rasse an und kämpft vor allem gegen die Schwarzen. Die Gruppierung lehnt aber auch Einwanderer, Juden und Homosexuelle ab. In den 1920er Jahren hatte der Klan etwa vier Millionen Mitglieder. Den Mitgliedern werden Gewalttaten und Morde vor allem an Afroamerikanern vorgeworfen. Derzeit zählt der Ku Klux Klan etwa 5.000 bis 8.000 Mitglieder.