Im Wahlkampf hat Donald Trump Muslime und Hispanics beleidigt und grundsätzlich die Ressentiments gegen Minderheiten geweckt. Schnell galt er als das Gesicht der Weißen, die sich bedroht fühlen von Andersdenkenden oder Andersaussehenden und nun ihren Hass nach außen tragen. Nach seiner Wahl zum Präsidenten mehren sich nun Berichte über tatsächliche rassistische Attacken – verbaler und physischer Art.

So tauchten etwa an der texanischen Universität Flyer auf, die dazu aufrufen, eine Bürgerwehr zu bilden und gegen Universitätsleiter vorzugehen, die sich für Diversität einsetzen. Nur eine von vielen Episoden, die laut New York Times seit der Wahl Trumps an Universitäten zu beobachten seien. Eine Studentin aus Kalifornien berichtet, dass sie an ihrem Hidschāb gepackt und gewürgt wurde. Die Polizei ermittelt. 

Auch bei Twitter ist von verbalen rassistischen Attacken zu lesen. Ein Mann berichtet, dass ihm eine Gruppe zugerufen habe: "Zeit, dieses Land zu verlassen, Apu!"

Eine Journalistin berichtet, sie habe ein Kopftuch getragen und von einem Passanten am Bahnsteig zu hören bekommen: "Deine Zeit ist vorbei, Girlie."

Offenbar denken immer mehr Musliminnen darüber nach, zu ihrer eigenen Sicherheit nicht mit einem Hidschāb bekleidet auf die Straße zu gehen:

Andere berichten davon, als "Nigger" und "Baumwollpflücker" angepöbelt worden zu sein. Ein Mann aus Tennessee postete das Video eines beschmierten Autos – "Fuck you Nigger" steht darauf.

Auch die Tür zum Gebetsraum der Studenten der New York University wurde beschmiert:


US-Wahl - "Ich habe Angst vor Trumps Anhängern" In Hudson im US-Bundesstaat New York gibt es neben Hipstern und Künstlern auch eine muslimische Gemeinde, umringt von Trump-Unterstützern. Mohammed Rony sorgt sich darum, was ein Wahlsieg für das Leben von Muslimen bedeuten könnte.