Der designierte US-Präsident Donald Trump hat sich für den republikanischen Parteivorsitzenden Reince Priebus als seinen Stabschef entschieden. Trumps Wahlkampfmanager Stephen Bannon werde sein Chefstratege und ranghöchster Berater, teilte Trump mit. Bannon war ebenfalls als potenzieller Stabschef gehandelt worden. Stattdessen wird nun der 44-jährige Priebus zum zweitwichtigsten Mann im Weißen Haus, wenn Trump am 20. Januar sein Amt übernimmt.

"Steve und Reince sind hochqualifizierte Führungspersönlichkeiten, die gut in unserer Kampagne zusammengearbeitet und uns zu einem historischen Sieg geführt haben", sagte Trump. "Ich bin begeistert, dass ich mein sehr erfolgreiches Team weiter dabei habe, um unser Land zu führen." Mit seiner Personalentscheidung versucht Trump offensichtlich, eine Brücke zum Partei-Establishment sowie dem Kongress zu schlagen.

Priebus wird als Stabschef die gesamte Verwaltung des neuen Präsidenten koordinieren. Der erfahrene Politiker besitzt enge Beziehungen zur republikanischen Parteiführung, insbesondere zum Präsidenten des Repräsentantenhauses, Paul Ryan. Über die Prioritäten des neuen US-Präsidenten sagte Priebus: "Eine Wirtschaft schaffen, die jedem nutzt, unsere Grenzen sichern, Obamacare außer Kraft setzen und ersetzen, und den radikalen islamistischen Terrorismus zerstören".

Stephen Bannon hatte die konservative Website Breitbart News betrieben, bevor er zu Trumps Wahlkampfteam stieß. Er gilt unter Konservativen in den USA als Hardliner. Bannon kritisiert seit Jahren scharf das republikanische Establishment.