Eine Zeitung, die als Sprachrohr des Ku-Klux-Klans gilt, lobt auf ihrer aktuellen Titelseite den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Als Überschrift prangt Trumps Wahlkampfmotto über dem Artikel: "Make Amercia Great Again.

Zwar nimmt der Klan nie offiziell Partei für einen Kandidaten, doch der Artikel im Crusader, auf Deutsch "Kreuzritter", bezieht deutlich Stellung: Trump wolle Amerika zu alter Stärke zurückführen, heißt es in dem Beitrag. Und Amerika sei deshalb groß geworden, weil es von weißen Christen gegründet worden sei, schließt der Autor. In einem Interview mit der Washington Post bekräftigt er seine Sympathie für Trump. "Besonders gefallen uns seine nationalistischen Ansichten und seine Forderung, die Grenze für illegale Einwanderer zu schließen", sagt Thomas Robb, Autor des Artikels und Führungsfigur für Klan-Anhänger.

Schon mehrfach war Trump in die Schlagzeilen geraten, weil er Unterstützer von der extremen Rechten anzog. Distanzierte er sich zu Anfang des Wahlkampfes nur halbherzig, weist sein Wahlkampfteam nun die Unterstützung durch den Artikel zurück.

Der Ku-Klux-Klan ist eine rassistische Verbindung, die 1865 in den USA gegründet wurde. Der Klan, der heute vor allem noch in den Südstaaten aktiv ist, sieht die Weißen als privilegierte Rasse an. Die Gruppierung hat derzeit etwa 5.000 bis 8.000 Mitglieder.

US-Wahl - "Ich habe Angst vor Trumps Anhängern" In Hudson im US-Bundesstaat New York gibt es neben Hipstern und Künstlern auch eine muslimische Gemeinde, umringt von Trump-Unterstützern. Mohammed Rony sorgt sich darum, was ein Wahlsieg für das Leben von Muslimen bedeuten könnte.