Wenige Wochen vor seinem Ausscheiden aus dem Amt des US-Präsidenten hat Barack Obama große Gebiete in den Bundesstaaten Utah und Nevada zu Nationaldenkmälern erklärt. Es handelt sich um die Gebiete Bears Ears mit einer Fläche von rund 5.500 Quadratkilometern in Utah und Gold Butte mit einer Fläche von rund 1.200 Quadratkilometer in Nevada. Seit Jahren fordern Indianerstämme mehr Schutz für diese Gebiete, auf denen sich für Ureinwohner heilige Orte sowie archäologische Ausgrabungsstätten befinden.

Die Entscheidung passt zu anderen Umweltschutzprojekten, die Obama kurz vor dem Amtsantritt Donald Trumps beschlossen hat. Erst letzte Woche sperrte er weite Teile der Arktis und Gebiete im Atlantik für künftige Öl- und Gasbohrungen – ein Schlag gegen die Energiepolitik seines designierten Nachfolgers Trump.

Ob Trump nach seinem Amtsantritt Obamas Umweltschutzbemühungen wieder rückgängig machen kann, ist umstritten. Aus dem Weißen Haus hieß es, das Gesetz erlaube es Präsidenten, Nationaldenkmäler zu schaffen, nicht aber, sie wieder abzuschaffen. Demnach könnte Trump Obamas Entscheidung nicht wieder rückgängig machen.

Kritiker wandten sich indes gegen Obamas Maßnahme. Sie sprachen von einem weiteren Schritt hin zu staatlicher Kontrolle, der in der Gegend Entwicklungsprojekte und Freizeitaktivitäten verhindern würde.