Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Auflösung seiner umstrittenen Wohltätigkeitsstiftung angekündigt. Durch den Schritt solle ein möglicher Konflikt mit seiner Rolle als Präsident vermieden werden, sagte Trump. Er wolle nicht zulassen, dass "eine gute Arbeit mit einem möglichen Interessenkonflikt" in Zusammenhang gebracht werde. Bis wann die Donald J. Trump Foundation, gegen die derzeit Ermittlungen der New Yorker Staatsanwaltschaft laufen, aufgelöst werden soll, ließ Trump offen.

Der Republikaner wird am 20. Januar als US-Präsident vereidigt.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, eine Auflösung der Stiftung sei zurzeit gar nicht möglich. "Die Trump Foundation ist noch immer Gegenstand von Ermittlungen dieser Staatsanwaltschaft und kann nicht rechtmäßig aufgelöst werden, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind", sagte die Sprecherin.

Trump betonte, die Stiftung habe im Laufe der Jahre gute Arbeit geleistet, etwa bei der Unterstützung von Polizisten, Veteranen und Kindern. "Um jedoch auch nur den Eindruck von jedweden Konflikten mit meiner Rolle als Präsident zu vermeiden, habe ich beschlossen, mein starkes Interesse an Philanthropie auf andere Weise zu verfolgen."

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman hatte im Oktober angeordnet, die Stiftung dürfe keine Spenden mehr annehmen. Zur Begründung hieß es, die Stiftung verstoße gegen Gesetze zur Regulierung von Wohltätigkeitsorganisationen. Der Anordnung waren Berichte der Washington Post über ein mögliches Fehlverhalten bei der Stiftung vorausgegangen. So sollen Mittel der Stiftung genutzt worden sein, um Rechtsstreitigkeiten beizulegen, die im Zusammenhang mit Geschäften von Trump gestanden haben sollen.

Die US-Demokraten wiesen Trumps Ankündigung als unzureichend zurück. Die Maßnahme sei nur "ein welkes Feigenblatt, um verbleibende Konflikte und seine kümmerliche Bilanz beim karitativen Engagement zu kaschieren", sagte Parteichef Eric Walker. Die Auflösung einer Stiftung "ist kein Ersatz dafür, sich ganz von profitorientierten Geschäften und Vermögenswerten zu trennen." Dies sei der "einzige Weg, um eine Abgrenzung zwischen der Trump-Regierung und dem Trump-Business zu gewährleisten."