Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den Investor Carl Icahn in sein Regierungsteam geholt. Icahn wird demnach ein Sonderberater von Trump in Sachen Wirtschaft. Der Milliardär wird für seine Tätigkeit kein Geld erhalten und auch keinen ethischen Regeln unterworfen sein, die seine Geschäfte als Investor einschränken. Der 80-jährige Icahn sei einer "der großartigsten Geschäftsmänner der Welt", sagte Trump. Er sei ein exzellenter Verhandlungsführer und habe die Fähigkeit, die Entwicklungen in der Finanz- und Wirtschaftswelt vorherzusagen. "Seine Hilfe dabei, die strangulierenden Regulierungen in unserem Land anzugehen, wird von unschätzbarem Wert sein."

Icahn gilt als aggressiver Investor und scharfer Kritiker von Regulierung der Wirtschaft durch die Regierung. Er beklagte eine Flut neuer Regulierungen für die Wirtschaft, die unter dem scheidenden US-Präsidenten Barack Obama erlassen worden seien. "Es ist Zeit, der exzessiven Regulierung ein Ende zu setzen und unsere Unternehmer das tun zu lassen, was sie am besten können: Jobs schaffen und Gemeinden unterstützen", sagte er. Unter Obama seien die Unternehmen mit Regulierungen im Umfang von einer Billion Dollar und mit 750 Milliarden Stunden für Papierkram lahmgelegt worden, kritisierte er. Der New Yorker Geschäftsmann begann seine Tätigkeit in den 60er Jahren an der Wall Street. Im Laufe seiner Karriere hielt er Anteile an zahlreichen US-Konzernen wie Time Warner, Motorola, Dell und Apple.

Zudem hat Donald Trump Paul Navarro als Leiter des Nationalen Handelsrats berufen. Dieser Posten wird in der Trump-Legislatur neu geschaffen. Navarro gilt als Kritiker der Handelspolitik mit China. In seinem Buch Tod durch China wirft er dem Land vor, einen Handelskrieg gegen die USA zu führen. Der Investor und Professor an der University of California sei ein "visionärer Ökonom" und werde in dem neuen Gremium eine Handelspolitik betreiben, die das "Handelsdefizit senkt, das Wachstum erhöht und die Abwanderung von Jobs stoppt", sagte Trump.

Wahlkampfleiterin kommt mit ins Weiße Haus

Donald Trumps Wahlkampfmanagerin Kellyann Conway wird den Republikaner ebenfalls ins Kabinett begleiten. Conway werde demnach eine Beraterin des Weißen Hauses. Sie sei eine "zuverlässige Beraterin und Strategin." Conway sagte, Donald Trumps Präsidentschaft werde einen "wirklichen Wandel in Washington und für alle Amerikaner in dieser großen Nation bringen."

Der neue US-Präsident ernannte auch sein Kommunikationsteam für das Weiße Haus. Demnach werden Sean Spicer, Hope Hicks, Jason Miller und Dan Scavino die Kommunikation in der Trump-Administration verantworten. Spicer wird laut Trump Pressesprecher, Hicks und Miller werden Kommunikationsdirektoren. Scavino wird den Republikaner als Social Media Verantwortlicher unterstützen.