Die russische Regierung hat Berichte über eine mögliche Einmischung Russlands in den kommenden Bundestagswahlkampf zurückgewiesen. "Das ist völliger Unsinn", sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, dem Fernsehsender Russia Today.

Die Reaktion aus Moskau folgt auf Berichte und Aussagen deutscher Politiker, die eine Manipulation des Bundestagswahlkampfs 2017 durch Falschnachrichten im Internet nicht ausschließen. Eine Einflussnahme könne den deutschen Befürchtungen zufolge etwa durch russische Hackerangriffe erfolgen. Der Verfassungsschutz hat bereits seit dem Beginn der Ukraine-Krise einen erheblichen Anstieg russischer Propaganda- und Desinformationskampagnen in Deutschland registriert.

Anlass für die Debatte hierzulande sind Berichte in den USA, wonach die CIA und weitere Geheimdienste "mit hoher Sicherheit" davon ausgehen, dass der russische Geheimdienst über Cyberangriffe versucht hat, die Wahl zugunsten von Donald Trump zu beeinflussen. So seien russische Hacker in die Computersysteme sowohl der Republikaner als auch der Demokraten eingedrungen, hätten am Ende aber nur die von den Demokraten gestohlenen Informationen an die Öffentlichkeit gebracht. Die russische Regierung bestreitet das. Peskow nannte die Annahmen "unbegründet, unprofessionell und amateurhaft". 

Trump selbst hatte die Berichte als "lächerlich" zurückgewiesen. In einem Fernsehinterview machte er Clintons Demokraten für die Berichte verantwortlich. Der US-Senat wiederum hat angekündigt, die Vorwürfe zu untersuchen. Auch Präsident Barack Obama hat dazu einen umfangreichen Bericht noch vor dem Ende seiner Amtszeit am 20. Januar veranlasst.