Wegen eines geplanten Anschlags auf das Kapitol in Washington, D.C., ist ein 22-Jähriger US-Amerikaner zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Cincinnati, Ohio, sprach den Mann schuldig. Mit seiner Tat habe er die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) unterstützen wollen.

Cornell wurde im Januar 2015 bereits nach mehrmonatiger Beobachtung vom FBI festgenommen; 600 Schuss Munition und Waffen hatte er zuvor gekauft. Während einer Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Barack Obamas wollte er den Präsidenten töten. 

Seine Schuld hatte der Mann bereits Mitte des Jahres eingestanden. Mit seiner Tat habe er die IS-Miliz unterstützen wollen. "Allah sitzt an den Hebeln der Macht, nicht das Gericht", hatte er vor dem Richter gesagt. Seine Anwälte sagten über ihren Mandanten, er lebe ein Fantasieleben vor seinem Computer und sei verwirrt. In seiner Haft schreibe er Briefe, die das belegen könnten.  

Laut USA Today bot er in diesen Briefen um Hilfe: Er sei kein Terrorist, er sei nur ein Junge mit Problemen. Er habe schlechte Entscheidungen getroffen und dämliche Fehler gemacht. Psychologen sind der Meinung, er habe gravierende psychologische Probleme und das Gemüt eines Teenagers.

Der Plan des Mannes sei laut dem Richter eine "symbolische Attacke auf die Vereinigten Staaten als Ganzes". Dafür habe er nun die gerechte Strafe erhalten. Nach Verbüßen der Haftstrafe müsse der Verurteilte bis zu seinem Lebensende unter Bewährung bleiben.