Zwischen dem designierten US-Präsidenten Donald Trump und dem US-Energieministerium gibt es eine Auseinandersetzung um interne Informationen. Das Ministerium will Trumps Übergangsteam nicht die Namen von Mitarbeitern nennen, die in der Vergangenheit mit Klimathemen befasst waren. Das Team hatte eine Liste der Personen angefordert, die in den letzten fünf Jahren an internationalen Treffen zum Klimawandel teilgenommen haben. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte, es würden zwar alle öffentlich zugänglichen Informationen, nicht jedoch die Namen einzelner Personen weitergegeben.

Das Übergangsteam hatte dem Ministerium vergangene Woche 74 Fragen eingereicht. Einige davon hätten Mitarbeiter verunsichert, sagte ein Sprecher der Behörde. Die Verantwortlichen des Ministeriums respektierten die professionelle und wissenschaftliche Integrität und Unabhängigkeit der Beschäftigten, sagte er. Ein Beamter des Ministeriums bezeichnete die Fragen als "Abschussliste". Das Trump-Team scheine Spitzenforscher und Mitarbeiter im Visier zu haben, die sich mit Themen wie dem Atomabkommen mit dem Iran befassten.

Das Ministerium beschäftigt 14.000 Regierungsbeamte. Die meisten seiner rund 100.000 Mitarbeiter kommen jedoch von Privatfirmen. Demokraten haben den Fragebogen des Übergangsteams als moderne Hexenjagd bezeichnet. Als künftigen Energieminister hat Donald Trump den früheren Gouverneur von Texas, Rick Perry, vorgesehen. Perry sitzt unter anderem im Verwaltungsrat der Dakota Access LLC, jenes texanischen Unternehmens, das den Bau der Dakota Access Pipeline vorantreibt.

Weitere Kabinettspersonalie soll feststehen

Der designierte US-Präsident Donald Trump soll einem Republikaner aus dem US-Staat Montana den Posten des künftigen Innenministers angeboten haben. Ryan Zinke ist Mitglied im US-Repräsentantenhaus und war jüngst für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Im US-Wahlkampf hatte er sich schon früh für Trump ausgesprochen. Während seiner Zeit bei der Armee war der 55-Jährige mit einer Spezialeinheit der Marine im Irak. Medienberichten zufolge sagten Personen aus dem Umfeld Trumps, dass noch nicht klar sei, ob Zinke das Amt annehmen werde.