Die USA und Russland wollen gemeinsam den internationalen Terrorismus bekämpfen. Darauf einigten sich die Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin in dem ersten Telefonat nach der Amtsübernahme durch Donald Trump.

 Nach Angaben des Kremls wollen Donald Trump und Wladimir Putin das Vorgehen gegen den sogenannten "Islamischen Staat" (IS) koordinieren. Es gehe darum, sich im Kampf gegen den internationalen Terrorismus abzustimmen. Über Details des Vorgehens machte der Kreml keine Angaben.

In dem Telefonat sei es außerdem um geopolitische Fragen der Stabilität, das iranische Nuklearprogramm, die Lage auf der koreanischen Halbinsel und die Ukraine gegangen. Die Präsidenten hätten ihre Stäbe dazu aufgefordert, ein mögliches Treffen zwischen beiden Staatsoberhäuptern zu organisieren.

Beobachter hatten vor dem Telefonat spekuliert, dass die USA auch die Sanktionen gegenüber Russland lockern könnte. Ob das ein Thema in dem Gespräch war, ist nicht bekannt. Deutschland und Frankreich hatten zuvor klar gemacht, dass sie die EU-Sanktionen gegen Russland erst bei Fortschritten beim Minsk-Friedensabkommen lockern würden.

Gespräche mit Merkel und Abe

Auch mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Japans Regierungschef Shinzo Abe hat Trump telefoniert. Mit Merkel sprach Trump nach Angaben des Weißen Hauses 45 Minuten lag. 

In dem Gespräch mit der Bundeskanzlerin einigten sich Merkel und Trump, die bilateralen Beziehungen beider Länder weiter ausbauen zu wollen. Sie betonten außerdem die "fundamentale Bedeutung" der Nato. Außerdem sprachen Merkel und Trump über die Lage im Nahen und Mittleren Osten, in Nordafrika sowie die Beziehungen zu Russland und den Konflikt in der Ostukraine, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

Das Telefonat mit Angela Merkel ist bereits das zweite Gespräch zwischen dem neuen US-Präsidenten und der Bundeskanzlerin. Merkel hatte bereits kurz nach dem Wahlsieg im November mit Trump telefoniert. Trump hatte die Kanzlerin bereits mehrfach wegen ihrer Flüchtlingspolitisch kritisiert, zuletzt in einem Interview mit der BILD.

Dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe sicherte Trump die uneingeschränkte Unterstützung seines Landes zu. Der US-Präsident lud den japanischen Regierungschef außerdem für den 10. Februar zu einem Treffen nach Washington ein. Der neue US-Verteidigungsminister James Mattis werde "demnächst" nach Japan reisen, teilte das Weiße Haus mit.

Im Verlauf des Samstags will Trump zudem mit Frankreichs Präsidenten François Hollande und dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull telefonieren.