Nicht einmal 24 Stunden ist der Rückzug des bisherigen Kandidaten für das US-Arbeitsministerium, Andrew Puzder her, da präsentiert Präsident Donald Trump schon seinen Wunschnachfolger: Alexander Acosta.

Der frühere Staatsanwalt Acosta ist derzeit Dekan der Internationalen Rechtsuniversität in Florida und war bereits im Bürgerrechtsdepartment während der Präsidentschaft von George W. Bush tätig. 2011 verteidigte er vor dem US-Kongress die Rechte amerikanischer Muslime.

Der Sohn kubanischer Einwanderer ist der erste Politiker lateinamerikanischer Herkunft, den Trump für sein Kabinett nominiert. Er hat Jura an der Harvard-Universität studiert und war 2003 für ein Dreivierteljahr Mitglied der Bundesbehörde für Arbeitsbeziehungen.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte Trump zuvor mit den Worten zitiert, der Nachrücker werde männlich sein und "ein Star, eine großartige Person". 

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Puzder hatte am Mittwoch aufgegeben, nachdem sich abzeichnete, dass ihm mehrere Republikaner die Unterstützung versagen würden. Zuvor war bekannt geworden, dass Puzder, Chef einer Fastfoodkette, eine Putzfrau beschäftigt hatte, die keine Arbeitserlaubnis hatte und für die er keine Steuern zahlte.

Unter Gewerkschaften und Demokraten war Puzder sehr umstritten, weil er als Gegner eines höheren Mindestlohns, der Gesundheitsreform und der Bezahlung von Überstunden aufgetreten war. Außerdem fiel er mit abwertenden Äußerungen über Frauen und Mitarbeiter auf.