Das von US-Präsident Donald Trump verfügte Einreiseverbot für Menschen aus sieben islamisch geprägten Ländern wirkt sich negativ aus: Von 28. Januar bis 4. Februar gingen die Flugbuchungen in die USA verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent zurück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des auf die Tourismus-Branche spezialisierten Analysehauses ForwardKeys.

Die Flugreservierungen aus den von dem Verbot betroffenen Ländern Irak, Syrien, Iran, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen sind demnach um 80 Prozent zurückgegangen. Doch auch in anderen Teilen der Welt habe Trumps Dekret starke Auswirkungen gehabt, schreiben die Autoren. So seien etwa in der Asien-Pazifik-Region und in Westeuropa Rückgänge von 14,0 und 13,6 Prozent verzeichnet worden. ForwardKeys wertet nach eigenen Angaben die Daten von mehr als 200.000 Reisevermittlern aus.

Ein Bundesrichter hatte das umstrittene Dekret von Präsident Trump vor einigen Tagen ausgesetzt. Die US-Regierung ging dagegen in Berufung. Das zuständige Berufungsgericht in San Francisco hat noch nicht entschieden, ob es den Erlass wieder in Kraft setzt oder nicht.