Im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben Einheiten der irakischen Streitkräfte den internationalen Flughafen von Mossul angegriffen und zurückerobert, wie mehrere Medien unter Berufung auf  das Militär berichten. Die Kämpfen hätten vier Stunden gedauert, heißt es.  

Mossul

Die Nachrichtenagentur AP hatte zuvor von heftigen Gefechte mit IS-Kämpfern, die sich in Flughafengebäuden verschanzt hätten, berichtet. Der im Libanon ansässige private Fernsehsender Al-Majadin zeigte Livebilder des im Süden der umkämpften nordirakischen Stadt gelegenen Flughafens. In den Aufnahmen ist zu sehen, wie ein Militärhubschrauber auf IS-Stellungen schießt.

Begonnen hatte die Offensive am Morgen mit dem Vormarsch von irakischen Sondereinheiten auf eine wichtige Militärbasis neben dem Flughafen, den Stützpunkt Ghaslani. Dieser und auch der Flughafen gelten als wichtiger Ausgangspunkt für die Befreiung Westmossuls. Diese wird als aufwendiger eingeschätzt als die Eroberung des Ostteils der Stadt, weil sich in ihr viele Zivilisten aufhalten. Zudem ist das Gebiet teilweise eng bebaut und bietet den IS-Kämpfern mehr Möglichkeiten, sich zu verschanzen und Sprengfallen aufzustellen.

Der IS hatte Mossul im Frühsommer 2014 eingenommen. Die Stadt wird vom Tigris in zwei etwa gleich große Hälften geteilt. Im Oktober vergangenen Jahres starteten irakische Sicherheitskräfte eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt. Mitte Januar verkündete das Militär, das Stadtgebiet östlich des Tigris sei vollständig erobert. Am vergangenen Sonntag hatte es offiziell mit seiner Operation begonnen, um den IS auch aus der Westhälfte Mossuls zu vertreiben.