Die USA bereiten Insidern zufolge neue Sanktionen gegen den Iran vor. Schon am Freitag könnten über 20 iranische Institutionen oder Personen mit Strafmaßnahmen belegt werden, sagten mit dem Vorhaben vertraute Personen den Nachrichtenagenturen Reuters und AP. Gegen rund acht Einrichtungen oder Individuen gibt es laut Reuters Vorwürfe im Zusammenhang mit Terror, gegen 17 weitere in Verbindung mit Raketen. Die neuen Strafen deuten eine härtere Linie der neuen US-Regierung gegenüber dem Iran an.

Der Iran hatte am Wochenende eine Mittelstreckenrakete getestet. Es war die erste derartige Erprobung seit dem Amtsantritt US-Präsident Donald Trumps am 20. Januar. Die US-Regierung hatte den Iran deswegen schon am Mittwoch verwarnt. Die Führung in Teheran wies die Kritik zurück. Am Donnerstag erklärte Trump, er schließe als Reaktion auf den Test nichts aus.

Die neuen Sanktionen seien schon länger in Vorbereitung gewesen, sagten die Insider. Der Raketentest habe Trump schließlich mit dazu veranlasst, die Strafmaßnahmen einzuleiten. Von der US-Regierung gab es zunächst keine Stellungnahme. Trump hatte schon im Wahlkampf das internationale Atomabkommen mit der Islamischen Republik heftig kritisiert.

Darin hatte sich der Iran zur Beschränkung seines Atomprogramms bereit erklärt und im Gegenzug die Lockerung von Sanktionen zugesichert bekommen. Aus dem Kreis der Informierten verlautete, die neuen Strafmaßnahmen seien so ausgelegt, dass sie nicht gegen die Nuklearvereinbarung von 2015 verstoßen.