Anrew Puzder hat seine Kandidatur als US-Arbeitsminister zurückgezogen, berichtet die New York Times. Der Kandidat von Präsident Donald Trump war zuvor wegen einer Steuer-Affäre in die Kritik geraten. Puzder erklärte, er werde zwar nicht in Trumps Regierung dienen. Der Präsident und dessen "hoch qualifiziertes Team" hätten aber seine volle Unterstützung.

Zuvor war im Trump-Lager befürchtet worden, der Unternehmer könne im Bestätigungsverfahren des Senats durchfallen. Ein republikanischer Senator hatte gesagt, mehr als sechs seiner Kollegen hätten das Weiße Haus vor der Abstimmung gebeten, den Chef der Burgerkette CKE zurückzuziehen. Sie seien besorgt angesichts dessen, dass Puzder fünf Jahre lang keine Steuern für eine Haushaltshilfe gezahlt habe, die zudem keine Arbeitserlaubnis für die USA gehabt habe.  

Die Republikaner stellen derzeit 52 Senatoren, die 48 Demokraten der Kammer lehnten Puzder ab. "Die einfache Wahrheit ist die, dass er angesichts seines Verhaltens gegenüber Mitarbeitern nicht geeignet ist, ein Ministerium zu leiten, das für den Schutz der Arbeiter zuständig ist", sagte der demokratische Senator Bernie Sanders der New York Times.

Nicht nur wegen des Steuergeschichte steht Puzder in der Kritik. Ihm wird auch vorgeworfen, sich geringschätzig über Frauen und Mitarbeiter seines Unternehmens geäußert zu haben. Für seine Burgerkette warb er regelmäßig mit Kampagnen halbnackter Frauen.

Kritiker sahen in ihm auch eine schlechte Besetzung für das Arbeitsministerium, weil er als Gegner des Mindestlohns gilt und sich als Unternehmer gegen alle Regulierungen und gegen die Gesundheitsreform ausgesprochen hatte. So argumentierte er, Überstunden sollten nicht bezahlt werden sollten, weil das kleinen Unternehmen schade und Geringqualifizierten die Jobs nehme. Seine Berufung zum Minister war damit auch als Kampfansage an die Gewerkschaften verstanden worden.