Donald Trumps Vizepräsident Mike Pence kommt durch einen Medienbericht über ein privates E-Mail-Konto unter Druck. Wie die Zeitung Indianapolis Star berichtet, benutzte Pence einen privaten E-Mail-Account während seiner Zeit als Gouverneur von Indiana auch für dienstliche Zwecke. Pence habe den Account regelmäßig für die Kommunikation über Amtsgeschäfte verwendet, berichtet die Zeitung. Im vergangenen Sommer sei auf das Konto ein Hackerangriff verübt worden.

Die Zeitung hatte eine Anfrage nach öffentlichen Dokumenten gestellt und daraufhin Einsicht in E-Mails von Pence erhalten. Diese zeigten, dass er sein AOL-Konto etwa dafür benutzt habe, um mit Beratern über Sicherheitstore an seinem Wohnsitz oder die Reaktion des Bundesstaates auf Terrorattacken zu kommunizieren. In einer anderen E-Mail sei es um die Festnahmen mehrerer Männer gegangen, gegen die Vorwürfe im Zusammenhang mit Terrorismus erhoben wurden.

Die Angelegenheit ist vor dem Hintergrund der massiven Kampagne bemerkenswert, die Donald Trump und sein Team wegen des E-Mail-Skandals gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gefahren hatten. Auch Pence hatte Clinton im Wahlkampf wiederholt kritisiert und ihr vorgeworfen, sie sei fahrlässig mit geheimen Informationen umgegangen.

Pence war von 2012 bis Anfang Januar Gouverneur von Indiana. Das Büro des Vizepräsidenten teilte der Zeitung mit, Pence habe ähnlich wie frühere Gouverneure einen dienstlichen und einen privaten Account gehabt. Er habe sich hinsichtlich der E-Mail-Nutzung vollständig an die Gesetze des Bundesstaates gehalten. Marc Lotter, ein Sprecher für Pence nannte Vergleiche mit Hillary Clintons E-Mail-Affäre "absurd". Pence habe als Gouverneur nichts mit geheimen Informationen zu tun gehabt.