Der unabhängige Politiker Emmanuel Macron hat einen Monat vor der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl beste Aussichten auf einen Erfolg. Laut einer Umfrage des Instituts Harris Interactive kommt der frühere Wirtschaftsminister derzeit auf 26 Prozent der Stimmen.

Seine größte Konkurrentin, Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National, würde derzeit nach der Erhebung 25 Prozent erreichen. Der Konservative François Fillon erreicht 18 Prozent. Fillon war wegen des Vorwurfs der Scheinbeschäftigung seiner Frau unter Druck geraten. Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon kommt auf 13,5 Prozent, Sozialist Benoît Hamon auf 12,5 Prozent.

In der entscheidenden zweiten Wahlrunde am 7. Mai würde sich der Umfrage zufolge Macron deutlich durchsetzen. 65 Prozent der Befragten würden ihn wählen, Le Pen 35 Prozent. Dies sind dieselben Werte wie bei einer Erhebung vor zwei Wochen. 

Frankreich-Wahl - Von "Frexit" bis Grundeinkommen Durch zahlreiche Skandale treten Inhalte im französischen Wahlkampf in den Hintergrund. Ein Überblick, wofür die fünf aussichtsreichsten Kandidaten eintreten. © Foto: Jeff J Mitchell/Getty Images

Zur französischen Präsidentschaftswahl treten insgesamt elf Bewerber an. Die vergangenen Wochen des Wahlkampfs waren geprägt durch die Ermittlungen gegen Fillon und Le Pen. Gegen Le Pen wird wegen der "Verbreitung gewaltsamer Bilder" ermittelt. Am vergangenen Montagabend traten die fünf wichtigsten Präsidentschaftskandidaten in einer ersten TV-Debatte gegeneinander an. Entschieden wird die Präsidentschaftswahl in einer Stichwahl, bei der die beiden Bestplatzierten der ersten Runde gegeneinander antreten.