Seit zweieinhalb Jahren herrscht Krieg im Jemen. Truppen des sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi kämpfen gegen schiitische Huthi-Rebellen und andere Milizen. Der Präsident bekommt seit März 2015 Unterstützung eines von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das Luftangriffe gegen die Rebellen fliegt. Diese wiederum werden vom Iran unterstützt.

Durch den internationalen Konflikt sind bislang mehr als 1.500 Kindern gestorben, wie die UN-Kinderhilfsorganisation Unicef mitteilte. Etwa zwei Drittel davon seien Jungen. Zudem seien knapp 2.500 Kinder infolge der Kämpfe verstümmelt worden. Auch hier seien mehrheitlich Jungen betroffen. Erklärt werden können diese Zahlen mit anderen Zahlen: Unicef zufolge gab es 212 Angriffe auf Schulen und 95 auf Krankenhäuser.

Nach UN-Angaben sollen im Jemen bis heute etwa 10.000 Zivilisten getötet und mehr als viermal so viele verletzt worden sein. Wegen mangelnder Daten ist die Dunkelziffer wahrscheinlich deutlich höher. Auch bei dem ersten groß angelegten Angriff des US-Militärs unter Präsident Donald Trump sind in dem Land viele Zivilisten getötet worden. Die Attacke galt dem Terrornetzwerk Al-Kaida, das wie die Extremistenmiliz "Islamische Staat" (IS) im Jemen aktiv ist. Möglicherweise seien auch Kinder unter den Toten, sagte ein Militärsprecher.