Der US-Senat hat den früheren Gouverneur von Texas, Ricky Perry, als Energieminister im Kabinett von US-Präsident Donald Trump bestätigt. Der 66-Jährige konnte 62 der 99 Senatorenstimmen auf sich vereinen. Damit wird Perry das Ministerium leiten, das er 2011 während der Vorwahlen der Republikaner noch auflösen wollte.

"Nachdem ich nun über so viele lebenswichtige Funktionen des Energieministeriums unterrichtet worden bin, bedauere ich, dass ich es abschaffen wollte", sagte Perry im Januar. Er kündigte außerdem an, für das Ministerium zu kämpfen und das Atomwaffenarsenal der USA zu bewahren – das auch in sein Ressort fällt. Zum Klimawandel wolle er Expertenmeinungen zu Rate ziehen.

Demokraten sagten, sie akzeptierten die Rücknahme von Perrys Aussage von 2011, wonach er das Ministerium streichen wollte. Sie vertrauten aber nicht unbedingt darauf, dass er – wie von den Parteien versprochen – das Budget des Ministeriums kürze. 

Beobachter gehen davon aus, dass er die USA weg von erneuerbaren Energien und wieder zurück zu Öl und anderen fossilen Brennstoffen lenken wird. Er hatte während seiner 14-jährigen Regierungszeit als Gouverneur von Texas immer wieder Zweifel am Klimawandel geäußert und sich als Unterstützer der Ölindustrie einen Namen gemacht.

Im September 2015 gab Rick Perry als erster von 17 Kandidaten den Präsidentschaftswahlkampf der Republikaner auf. Als Gouverneur von Texas setzte er eine sehr konservative Agenda durch. Trump nannte er während der letzten Vorwahlen ein "Krebsgeschwür für den Konservatismus", sprach ihm aber später seine Unterstützung aus.

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