Nach dem Durchsickern vertraulicher Informationen zum Manchester-Anschlag hat US-Präsident Donald Trump eine Überprüfung des Vorfalls versprochen. Er werde das US-Justizministerium und andere Behörden darum bitten, der Sache "auf den Grund zu gehen", teilte Trump mit. Die Schuldigen sollten strafrechtlich belangt werden.

Zuvor hatte die britische Polizei ihren US-Kollegen nach dem Anschlag in Manchester vorgeworfen, Fotos von Bestandteilen der verwendeten Bombe und den Namen des mutmaßlichen Attentäters an die Presse weitergegeben und damit die Ermittlungen in Gefahr gebracht zu haben. Die Polizei in Manchester will deshalb nach Angaben aus Ermittlerkreisen vorerst keine Untersuchungserkenntnisse mehr an die USA weitergeben.

Auch die britische Premierministerin Theresa May hatte sich über den Vorfall empört gezeigt. Sie kündigte an, das Thema bei ihrem Treffen mit Trump beim Nato-Gipfel anzusprechen. Die Zusammenarbeit zwischen den USA und Großbritannien bei der Verteidigung und Sicherheit beruhe auf Vertrauen, sagte sie bei ihrer Ankunft zu dem Gipfel. "Teil dieses Vertrauens ist es, zu wissen, dass Geheimdienstinformationen vertraulich mitgeteilt werden können."

Trump betonte zugleich die "besondere Beziehung" zwischen den USA und Großbritannien. "Es gibt keine Beziehung, die wir mehr schätzen, als die besondere Beziehung zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich."