Bei einer Sicherheitsüberprüfung für seine Amtsübernahme hat US-Justizminister Jeff Sessions Kontakte, die er im vergangenen Jahr zum russischen Botschafter in den USA hatte, nicht angegeben. Das berichtete der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf Sessions' Behörde. Dieser habe 2016 als Senator auch noch weitere russische Vertreter und Mitarbeiter anderer ausländischer Regierungen getroffen.

Der Sprecher des Justizministeriums Ian Prior gab in einer Stellungnahme an, ein FBI-Mitarbeiter habe Sessions dabei geholfen, ein Dokument für die Sicherheitsüberprüfung auszufüllen, und dabei gesagt, die routinemäßigen Kontakte als Senator müsse Sessions nicht melden. Das Dokument wurde Ende November ausgefüllt.

Im März zog sich Sessions von den Russland-Ermittlungen wegen Befangenheit zurück, nachdem bekannt wurde, dass er bei Senatsanhörungen Anfang des Jahres ebenfalls nicht von seinen Kontakten zu dem russischen Botschafter Sergej Kisljak berichtet hatte. Der Senat bestätigte Sessions im Februar auf dem Posten des Justizministers, nachdem er dafür mehrfach befragt worden war.