Im Streit um die Verteidigungsausgaben wollen die Nato-Staaten ihren Finanzierungsbeschluss umsetzen und damit auch den Forderungen der USA nach mehr Geld entsprechen. Für den Nato-Gipfel am Donnerstag in Brüssel sei ein Papier zur Lastenteilung vorbereitet worden, das jährliche Fortschrittsberichte vorsehe, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Dies war von der Regierung in Washington angemahnt worden, um der Forderung von Präsident Donald Trump nach höheren Militärausgaben Nachdruck zu verleihen.

In ihren Berichten müssen die Staaten der Zeitung zufolge jeweils zum Jahresende darlegen, wie sie sich im Folgejahr den vereinbarten Nato-Zielvorgaben annähern wollen. Schon 2014 hatten die Nato-Staaten vereinbart, ihre Verteidigungsausgaben binnen einem Jahrzehnt "Richtung zwei Prozent" der jeweiligen Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Deutschland gibt derzeit 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus.

In den Berichten soll es außerdem um die Verbesserung der militärischen Fähigkeiten und die Beiträge zu Missionen und Aufgaben der Nato gehen.