In der Zentralafrikanischen Republik sind in diesem Monat wegen neuer Kämpfe etwa 88.000 Menschen geflohen. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) suchten etwa 20.000 davon im Nachbarland Kongo Zuflucht. Der Rest floh in andere Landesteile.

Wegen der neuen ethnisch und religiös motivierten Gewalt im Osten und Südosten des Landes könnten Helfer Betroffene nur schwer erreichen, hieß es. 

Die Zentralafrikanische Republik ist trotz reicher Rohstoffvorkommen eines der ärmsten Länder der Welt. Seit 2013 tobt dort ein Bürgerkrieg, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit bekämpfen. Zuletzt verschärfte sich der Konflikt, vor allem in den südöstlichen Gebieten Alindao, Bangassou und Mobaye und im östlichen Bria. Durch die Kämpfe starben nach UN-Angaben Hunderte Zivilisten.

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Insgesamt ist demnach knapp eine Million Menschen auf der Flucht – etwa ein Fünftel der Bevölkerung. Etwa 2,2 Millionen Menschen sind nach UN-Angaben auf Nothilfe angewiesen.