Die US-geführte Koalition hat in Syrien nach eigenen Angaben eine bewaffnete Drohne regierungstreuer Einheiten abgeschossen. Das unbemannte Flugobjekt sei von einem F-15-Flugzeug der USA angegriffen worden, weil es eine "feindliche Absicht gezeigt" habe und "auf Koalitionseinheiten zugesteuert" sei, hieß es in einer Erklärung. Nach US-Angaben handelt es sich um eine Drohne iranischer Fertigung vom Typ Schahed 129. Der Ort des Zwischenfalls an der irakisch-syrischen Grenze liege nahe der Stelle, an der bereits am 8. Juni eine Drohne abgeschossen wurde.

Die USA hatten am Sonntag ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen und damit Russland gegen sich aufgebracht, das mit der Regierung in Damaskus verbündet ist. Nach Darstellung der Anti-IS-Koalition hatte es zuvor Einheiten der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) attackiert. Daraufhin hatte Russland angekündigt, alle Flugobjekte der von den USA angeführten Anti-IS-Allianz im russischen Einsatzgebiet über Syrien als potenzielle Ziele zu betrachten. Auch würden die Einsätze künftig nicht mehr abgesprochen werden. Australien stellte daraufhin seine Luftangriffe ein.

Die USA hatten mitgeteilt, die Situation rasch entspannen zu wollen. Die Sicherheitsvereinbarung für den syrischen Luftraum solle möglichst bald wiederhergestellt werden. Der Kommunikationskanal habe "in den vergangenen acht Monaten sehr gut funktioniert". Deshalb solle in den kommenden Stunden auf diplomatischer und militärischer Ebene darauf hingewirkt werden, diesen Kanal wieder zu eröffnen. 

Die kurdisch geführten SDF sind mit der internationalen Koalition verbündet, die von den USA geführt wird und in Syrien und im Irak gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" kämpft. Die Regierung in Moskau ist ein enger Unterstützer des Assad-Regimes. Die russische Luftwaffe ist auf Bitten der syrischen Regierung in dem Land. Die USA und andere Staaten setzen ihr Militär dort auf eigenen Entschluss ein.