US-Präsident Donald Trump hat sich erstmals zur Beistandsgarantie innerhalb der Nato bekannt. Sein Land sei dem fünften Artikel des Nordatlantikvertrags verpflichtet, sagte er während einer Pressekonferenz mit dem rumänischen Staatschef Klaus Johannis im Weißen Haus am Freitag. "Natürlich sind wir da, um zu schützen", sagte er.

Die Beistandsgarantie des Nato-Vertrags besagt, dass die einzelnen Mitglieder einander beistehen, wenn eines Ziel einer militärischen Aggression wird. Beim Nato-Gipfel in Brüssel vor zwei Wochen hatte der US-Präsident davon abgesehen, sich in einer Rede ausdrücklich zu Artikel 5 des Vertrags zu bekennen. Das hatte weltweit für Irritationen gesorgt. Seine Berater hatten später betont, Trump fühle sich Artikel 5 verpflichtet.

Im Wahlkampf hatte Donald Trump die Militärallianz wiederholt kritisiert und ihre Zukunftsfähigkeit infrage gestellt. Er hatte die Nato gar als "obsolet" bezeichnet und damit Besorgnis bei den europäischen Bündnispartnern ausgelöst. Später betonte er, die Nato sei "nicht mehr obsolet". In der Vergangenheit hatte er zudem wiederholt von den Mitgliedern der Nato verlangt, ihre Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen. Besonders Deutschland rückte Trump immer wieder ins Zentrum seiner Kritik. Auch in seiner Rede anlässlich des Treffens mit dem rumänischen Präsidenten wiederholte er die Forderung, die Mitglieder sollten ihre Ausgaben erhöhen. Er wisse, dass kein Präsident zuvor das so angesprochen habe. Er aber, so Trump, tue es.