Eine Allianz der wichtigsten Bürgermeister und Gouverneuren in den USA will sich gegen den Austritt ihres Landes aus dem Weltklimaabkommen wehren. Die Gruppe, der bisher Politiker aus 30 Städten und zehn Bundesstaaten angehören, möchte einen eignen Plan bei den Vereinten Nationen einreichen, um die anvisierten Treibhausgas-Ziele einzuhalten, berichten mehrere US-Medien. Die Bürgermeister und Gouverneure reagieren damit auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, sich aus dem Klimaabkommen zurückzuziehen.

"Wir werden alles tun, was Amerika getan hätte, wenn es sich an das Abkommen gehalten hätte", sagte Michael Bloomberg, der frühere New Yorker Bürgermeister, der die Gruppe koordiniert. "Wir werden das Pariser Abkommen von unten nach oben durchsetzen und Washington kann nichts tun, um uns zu stoppen." Angeschlossen haben sich der Initiative außerdem mehr als 80 Präsidenten von Universitäten und mehr als 100 Geschäftsleute.

Die Unterstützer müssten ihre Bemühungen gegen den Klimawandel nun intensivieren, um die Ziele der Vorgängerregierung zu erreichen oder sogar zu übertreffen, sagte Bloomberg. Ex-Präsident Barack Obama hatte vorgegeben, bis 2025 die Treibhausgas-Emissionen um 26 Prozent zu verringern im Vergleich zum Niveau des Jahres 2005. Auf der Liste der Unterzeichner der neuen Allianz stehen bereits die Bürgermeister der größten Städte des Landes, darunter Los Angeles, New York, Chicago, Houston, Boston, Seattle, Philadelphia und Dutzende mehr.

"Das ist eine verrückte Entscheidung", sagte Jerry Brown, der Gouverneur von Kalifornien auf CNN über Trumps Entscheidung. "Es widerspricht den Fakten, der Wissenschaft und der Realität insgesamt." Kalifornien werde Kurs halten, der Bundesstaat habe bereits ein ambitioniertes Programm gestartet, um seine Emissionen zu verringern. Brown sprach davon, Kalifornien müsse nun eigene internationale Allianzen schließen, zum Beispiel mit China oder Staaten in Europa.