Die Pause war kurz: Zwei Tage, nachdem die Regierung Australiens bekannt gegeben hatte, das Land werde vorerst keine weiteren Luftangriffe in Syrien fliegen, teilte das australische Verteidigungsministerium nun mit, die Einsätze würden fortgeführt werden.

Australien kämpft als enger Verbündeter der USA in Syrien und im Irak gegen Milizen des sogenannten "Islamischen Staats". Mit der Ankündigung, weitere Luftangriffe in Syrien vorerst zu unterlassen, hatte Australien auf die Androhung Russlands reagiert, alle Flugobjekte, die sich im Luftraum des russischen Einsatzgebietes in Syrien befinden, als potenzielle Ziele zu betrachten.

Auslöser dieser Drohung der russischen Regierung war der Abschuss eines Flugzeugs syrischer Regierungstruppen durch die US-Armee in der Nähe der Stadt Rakka. Russland steht im Syrien-Krieg auf der Seite des Machthabers Baschar al-Assad.

Die Entscheidung, den Einsatz der australischen Luftwaffe zu unterbrechen, sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Man habe der von den USA geführten Koalition eine Möglichkeit zur Einschätzung der Lage geben wollen.

Australien fliegt als Mitglied der Anti-IS-Koalition seit 2015 Luftangriffe in Syrien. Zu diesem Zweck sind sechs australische Kampfflugzeuge in den Vereinigten Arabischen Emiraten stationiert.