Zwei hochrangige Mitglieder des Senats haben Verteidigungsminister James Mattis um eine Untersuchung der Rolle des US-Militärs bei mutmaßlicher Folter in jemenitischen Gefängnissen gebeten. Damit reagierten John McCain, der republikanische Vorsitzende des Streitkräfteausschusses, und der Demokrat Jack Reed auf Berichte über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Vernehmungsbeamten des US-Militärs und Kräften der Vereinigten Arabischen Emirate, denen vorgeworfen wird, Gefängnisinsassen im Jemen gefoltert zu haben.

Die Nachrichtenagentur AP berichtete diese Woche über mögliche Misshandlungen in 18 Geheimgefängnissen, wo im Zusammenhang mit der Jagd nach Al-Kaida-Extremisten Hunderte eingesperrt sind. Die Gefängnisse würden von den Vereinigten Arabischen Emiraten und deren jemenitischen Verbündeten betrieben, berichteten frühere Insassen, Familienangehörige von Gefangenen, Bürgerrechtsanwälte und jemenitische Militärs.

McCain und Reed nannten die Berichte "äußerst beunruhigend". In einem Brief an Mattis schrieben sie, dass sie zuversichtlich seien, dass er die Anschuldigungen genauso beunruhigend finde.

Insider in Washington bestätigten den Berichten zufolge, dass US-Dienststellen in die Verhöre von Gefangenen im Jemen involviert seien. Sie dementierten jedoch, dass diese Mitarbeiter von Menschenrechtsverletzungen wüssten oder direkt daran beteiligt seien.