Mit einer "Charta der Transparenz" wird die Rolle von Brigitte Macron, der Frau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron festgelegt. In der Charta des Élysée-Palasts wird die repräsentative Rolle der Präsidentengattin betont, ohne ihr den Status und damit die Privilegien einer First Lady wie etwa in den USA einzuräumen.

Bisher waren Aufgaben und Rechte der Ehefrauen der französischen Staatschefs nicht festgelegt worden und wurden daher oftmals unterschiedlich ausgelegt. Präsident Macron hatte im Wahlkampf angekündigt, einen "echten Status" für seine Frau Brigitte festzulegen, zog die Pläne aber nach einer massiven Gegenkampagne wieder zurück: Die Petition gegen ein Extrabudget für die Präsidentengattin wurde von mindestens 316.000 Menschen unterschrieben.

Laut der Charta ist die Präsidentengattin neben ihren Repräsentationsaufgaben für Empfänge im Élysée-Palast verantwortlich und unterstützt "als Schirmherrin oder durch ihre Präsenz" karitative, kulturelle und soziale Veranstaltungen, die dem Bild Frankreichs in der Welt förderlich seien. Sie soll sich auch an Aktionen von Partnern anderer Präsidenten beteiligen, wie etwa dem Kampf gegen den Klimawandel.

Der Terminkalender der Première Dame soll öffentlich einsehbar sein. Für ihre Aufgaben stehen Macron ein Sekretariat sowie zwei Berater des Präsidenten zur Verfügung. Bezahlt werden die Kosten für die Aufgaben aus dem Budget des Präsidenten, zusätzliches Geld oder gar ein Gehalt für die Première Dame sind nicht vorgesehen.