Donald Trumps bisherige Beraterin Hope Hicks übernimmt kommissarisch die Rolle der Kommunikationschefin im Weißen Haus. Nach Angaben der New York Times soll Hicks dabei helfen, eine endgültige Lösung für die Besetzung der Stelle zu finden.

Die 28-jährige Hicks arbeitet bereits seit Längerem für Trump und gehört zu seinem innersten Kreis. Sie firmiert im Weißen Haus derzeit als Direktorin für strategische Kommunikation und arbeitet fast vollständig hinter den Kulissen. Dabei regelt sie unter anderem den Zugang von Journalisten zum Präsidenten. Im Wahlkampf 2016 war Hicks Trumps Sprecherin. Zuvor hatte sie im PR-Bereich von Trumps Firma und für seine Tochter Ivanka gearbeitet. 

Das Weiße Haus erklärte, Hicks werde eng mit Pressesprecherin Sarah Sanders zusammenarbeiten: Während Sanders Pressekonferenzen und Briefings geben soll, ist Hicks als Kommunikationschefin dafür verantwortlich, eine einheitliche Botschaft aus dem Weißen Haus zu orchestrieren und abzustimmen. Wie lange der Übergangszeitraum sein soll, bis eine feste Lösung für den Posten gefunden ist, teilte das Weiße Haus nicht mit.

Hicks tritt damit die Nachfolge von Anthony Scaramucci an: Der ehemalige Investmentbanker war Ende Juli nach zehn Tagen im Dienst und noch vor seinem offiziellen Antrittsdatum wieder entlassen worden. Grund waren seine "vulgären Äußerungen über ranghohe Mitarbeiter", wie eine Sprecherin Trumps sagte. Scaramucci hatte unter anderem Trumps früheren Stabschef Reince Priebus in einem Telefonat mit einem Reporter obszön beleidigt.