Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat den Bau weiterer Raketenteile angeordnet. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Nordkoreas (KCNA). Ein nicht näher benanntes Institut soll unter anderem Raketenantriebe herstellen. Verbale Angriffe gegen die USA wie in den vergangenen Wochen gab es nicht.

US-Außenminister Rex Tillerson hatte kurz zuvor noch die nordkoreanische Regierung gelobt, weil es seit der Verabschiedung einer weiteren UN-Resolution von Nordkorea keine Raketenstarts oder andere Provokationen gegeben habe. "Sie müssen noch mehr tun, aber ich weiß ihre bisherigen Schritte zu würdigen." Er hoffe, in "naher Zukunft" einen Weg zu einem Dialog zu finden.

Der UN-Sicherheitsrat hatte die Sanktionen gegen Nordkorea verschärft, nachdem der Staat trotz internationaler Verbote eine Interkontinentalrakete getestet hatte. Experten zufolge hätte die Rakete auch Teile der USA erreichen können. US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin angekündigt, mit "Feuer und Wut" zu reagieren, sollte Nordkorea die USA bedrohen. Das Regime in Pjöngjang legte daraufhin Pläne für einen Raketenangriff auf Ziele vor der Pazifikinsel Guam vor, auf der die USA einen Luftwaffenstützpunkt unterhalten. Zuletzt rückte das abgeschottete Land davon aber vorerst wieder ab.

Vor Tausenden Anhängern im Bundesstaat Arizona verteidigte US-Präsident Donald Trump seine aggressive Rhetorik gegenüber Nordkorea. "Einige sagen, ich bin zu weit gegangen", sagte Trump. "Es war nicht stark genug", fügte er hinzu. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un aber beginne, "uns zu respektieren", sagte der US-Präsident weiter. "Und vielleicht, eher nicht, aber vielleicht kann daraus etwas Positives werden."

Derzeit halten die USA gemeinsam mit Südkorea Militärübungen ab, bei denen mit Computern ein Krieg auf der Koreanischen Halbinsel simuliert wird. In Südkorea sind außerdem Zivilschutzübungen geplant. Nordkorea sieht darin eine Angriffsvorbereitung.