In Myanmar haben die Rohingya-Rebellen einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen. Die Feuerpause solle einen Monat lang gelten, teilten die Aufständischen auf Twitter mit. Damit sollten Hilfslieferungen für die Not leidenden Menschen in der Region ermöglicht werden.

Die Rebellen der muslimischen Minderheit kämpfen seit rund zwei Wochen im nordwestlichen Bundesstaat Rakhine gegen die Streitkräfte von Myanmar. Bei einer Militäroffensive wurden Hunderte Menschen getötet. Nach UN-Angaben flohen 290.000 Menschen vor der Gewalt ins Nachbarland Bangladesch.

Dort verschärft sich die Lage. Die bestehenden Flüchtlingslager seien "mehr als voll", sagte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks. Die Neuankömmlinge lagerten deshalb entlang von Straßen und auf jeder freien Fläche. Immer wieder gibt es Streit und Kämpfe um Nahrungsmittel und Wasser.

Bereits vor der Militäroffensive waren mindestens 100.000 Rohingya in den Grenzbezirk Cox's Bazar vor Verfolgung im mehrheitlich buddhistischen Myanmar geflohen. Nun überquerten täglich Tausende die Grenze, sagte die Sprecherin. Weitere Notunterkünfte seien dringend nötig. Die UN haben die Behörden in Bangladesch aufgerufen, mehr Land zur Verfügung zu stellen, damit weitere Lager für die Flüchtlinge gebaut werden können.