Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan gegen Terroristen vorgelegt. Dieser sieht vor, dass die Ermittlungsbehörden verstärkt zusammenarbeiten und noch besser geschult werden, um Terrorgefahren frühzeitig zu entdecken. So soll es künftig Fahnder bei Europol geben, die darauf geschult sind, verschlüsselte Internetbotschaften zu knacken. Auch sollen grenzüberschreitende Geldströme stärker kontrolliert werden, um Terrornetzwerke aufzudecken.

Außerdem sollen dem Plan zufolge die Nutzer gefährlicher Stoffe viel gründlicher überprüft werden, als es bislang in der EU der Fall ist. Das bedeutet, dass vor allem die Nutzer, Käufer und Händler von Substanzen, die zum Bombenbau dienen können, in den einzelnen Mitgliedsstaaten genauer überwacht werden. Generell soll der Zugang zu solchen Stoffen erschwert werden. Ähnliches gilt für atomare, biologische und chemische Gefahrenstoffe.

Noch hätten Terroristen solche ABC-Materialien in Europa nicht eingesetzt, teilte die Kommission mit, auch werde die Wahrscheinlichkeit eines derartigen Anschlags gering eingestuft. Dennoch habe Brüssel bei der Umsetzung eines Aktionsplanes zur Terrorabwehr aus dem Jahr 2009 Lücken festgestellt. Die sollen mit dem jetzigen Entwurf geschlossen werden. Der Plan berücksichtige auch neue Bedrohungen. 

EU setzt auf noch stärkeren Austausch

Auf verschiedenen Gebieten sieht der neue Aktionsplan eine bessere Zusammenarbeit und einen stärkeren Informationsaustausch der nationalen Strafverfolger vor. Den Mitgliedstaaten empfiehlt die Kommission unter anderem, genau den Hintergrund von Leuten zu prüfen, die eine Erlaubnis zum Umgang mit potenziell gefährlichen Grundstoffen beantragen.

Kürzlich wurde bekannt, dass in der EU öffentliche Räume mit Millionenaufwand besser gegen Anschläge abgesichert werden sollen. Zunächst sollen 18,5 Millionen Euro in neue Konzepte der Stadtplanung fließen. 2018 soll es weitere 100 Millionen Euro für die Absicherung von Gebäuden, den physischen Schutz belebter Plätze und sicherheitsorientiertes Design geben. Sorge bereite der Kommission auch die Sicherheit von Zügen. Der zuständige EU-Kommissar Julian King betonte aber, null Risiko könne niemand garantieren.