Die EU-Kommission sieht die europäischen Städte und Gemeinden nur unzureichend vor Terrorangriffen geschützt. Wie die Welt berichtet, schlägt die Brüsseler Behörde daher einen "Aktionsplan zum verbesserten Schutz öffentlicher Räume" vor. Der Plan könnte in den kommenden 16 Monaten umgesetzt werden. Eine der wichtigsten Maßnahmen seien "innovative und diskrete Barrieren, um Städte zu schützen ohne ihren offenen Charakter zu ändern".

Darüber hinaus wolle die Europäische Kommission Foren einrichten, in denen regionale und lokale Behörden, aber auch private Betreiber von Einkaufzentren oder Sportstätten Informationen austauschen und voneinander lernen sollen.

Züge als Hochrisikoziel

Die EU-Kommission begründet ihre Vorschläge demnach mit der "Wahl der Ziele" von Terroristen. Attentäter wählten immer stärker öffentliche Räume als Anschlagsorte aus, etwa Fußgängerzonen, Transportzentren, Einkaufsmalls, Konzerthallen und öffentliche Plätze in Städten. An diesen Stellen seien die Mitgliedstaaten der EU "signifikant verwundbar".

Sorge bereite der Kommission auch die Sicherheit von Zügen. Diese seien "ein Hochrisikoziel, weil die gesamte Infrastruktur offen ist". Zugleich warnte die Kommission vor terroristischen Angriffen mit chemischen oder radioaktiven Waffen. Die Vorbereitungen auf diese Bedrohungen müssten intensiviert werden, heißt es in der von der Welt zitierten Mitteilung.

In der Vergangenheit hatte es unter anderem in den Metropolen Barcelona, Berlin, London, Nizza und München Anschläge gegeben.

Spanien - So ereignete sich der Anschlag in Barcelona Bei einem Anschlag in der Einkaufsstraße La Rambla sind am Donnerstag mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden. Die Karte zeigt, wie der Anschlag ablief. © Foto: Google Earth