US-Präsident Donald Trump will auch die letzten noch unter Verschluss gehaltenen Akten über die Ermordung von Präsident John F. Kennedy zur Veröffentlichung freigeben. Das habe er nach intensiven Beratungen mit seinem Stabschef John Kelly, dem Geheimdienst CIA und anderen Behörden beschlossen, schrieb Trump auf Twitter. Lediglich die Namen und Adressen noch lebender Menschen, die in den JFK files vorkämen, würden zurückgehalten. Einen konkreten Zeitpunkt für die Veröffentlichung nannte Trump nicht.

Bereits am vergangenen Donnerstag war der größte Teil der bisher noch geheim gehaltenen Unterlagen – etwa 2.800 Dokumente – publik gemacht worden. An diesem Tag war eine vom Kongress gesetzte 25-jährige Frist für die komplette Veröffentlichung abgelaufen. Der Präsident hatte aber auf Betreiben der CIA und der Bundespolizei FBI Hunderte Akten weiter unter Verschluss gelassen, nachdem diese Behörden Sicherheitsbedenken geäußert hatten. Er gab ihnen 180 Tage Zeit, die betreffenden Akten zu sichten und gegebenenfalls zu editieren.

Kennedy war am 22. November 1963 in Dallas ermordet worden. Untersuchungen einer Kommission zu dem Verbrechen kamen zu dem Ergebnis, dass der – später selbst ermordete – Attentäter Lee Harvey Oswald allein gehandelt habe.

Dennoch haben sich über die Jahre etliche Verschwörungstheorien gehalten – etwa die These, dass der Kennedy-Nachfolger Lyndon B. Johnson in Verbindung mit der CIA die Strippen bei dem Attentat gezogen habe oder Kuba darin verwickelt gewesen sei. Dass ein Teil der Dokumente weiter zurückgehalten wurde, gab im Internet sofort neuen Komplottspekulationen Nahrung.

Trump twitterte jetzt, dass er sich im Sinne voller Transparenz zur Veröffentlichung der restlichen Papiere entschlossen habe – und um allen Verschwörungstheorien den Boden zu entziehen.