In den USA wurden die letzten beiden Modelle der geplanten Grenzmauer zu Mexiko der Öffentlichkeit präsentiert. Auf einem Areal im kalifonischen San Diego reihen sich nun acht Prototypen eines Walls aus Stahl und Beton aneinander, hergestellt allesamt von US-Firmen, von denen eine laut Medien in der kommenden Woche zum Erbauer der umstrittenen Grenzmauer zu Mexiko gekürt werden soll.

Während des Wahlkampfs hatte US-Präsident Trump versprochen, den Grenzschutz zu dem zentralamerikanischen Nachbarstaat zu erhöhen. Kern seines Plans ist eine 3.000 Kilometer lange Mauer, die die US-Grenze gegen illegale Einwanderer abschotten soll.

Seit Monaten läuft die Ausschreibung für dieses umstrittene Projekt, ab Mitte September wurden die Prototypen nach und nach aufgebaut. Sie sind zwischen 5,5 und 9,9 Meter hoch und versuchen die Vorgaben der Regierung durch unterschiedliche Herangehensweisen zu erfüllen. So wartet ein Modell mit scharfen Metallkanten auf, die illegale Immigranten vom Klettern abhalten sollen. Ein anderes besteht aus Platten, die es erlauben, auf die andere Seite zu sehen.

Jeder der acht Prototypen hat die amerikanische Regierung bis zu 500.000 US-Dollar gekostet, also etwa 423.000 Euro. Die Finanzierung der tatsächlichen Mauer ist dagegen noch ungeklärt. Insgesamt dürfte das Projekt mit deutlich mehr als zehn Milliarden Dollar zu Buche schlagen  – Kosten, die Trump größtenteils der Regierung in Mexiko auferlegen will.

Bei einigen Flüchtlingen wirkten die jüngsten Bauarbeiten in San Diego nicht gerade abschreckend. Zuletzt versuchten fünf Flüchtlinge aus dem nahegelegenen mexikanischen Tijuana genau dort, die Grenze zu überwinden. Die drei Männer und zwei Frauen wurden sofort von berittener Polizei gestoppt. Nach Angaben des US-Grenzschutzes wurde seit Beginn der Arbeiten am 26. September insgesamt vier- oder fünfmal versucht, die Grenze illegal zu überqueren.