Zwei einflussreiche US-Senatoren haben sich überparteilich auf eine Übergangslösung für das Gesundheitssystem Obamacare geeinigt. Wie der Republikaner Lamar Alexander der New York Times mitteilte, habe er eine Vereinbarung mit der Demokratin Patty Murray getroffen. Diese soll die aktuelle Krankenversorgung stabilisieren und stützen. "Damit sind die kommenden zwei Jahre geregelt", sagte Alexander. So bleibe Zeit für eine ausführliche Debatte, um eine langfristige Gesundheitspolitik zu ermöglichen.

Die Einigung zwischen Alexander und Murray – er Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Senat, sie die ranghöchste Demokratin – sieht unter anderem vor, weiter staatliche Zahlungen an Versicherer zu leisten. US-Präsident Donald Trump hatte diese zuvor per Erlass eingestellt. Zudem sollen die Bundesstaaten mehr Möglichkeiten haben, um den Versicherten Alternativen anzubieten.

Trump unterstützte den Vorstoß in einer ersten Stellungnahme. Obamacare sei alles andere als tot, sagte der US-Präsident bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Für ihn seien die Maßnahmen jedoch nur kurzfristiger Natur, um die gegenwärtige "sehr gefährliche, kurze Zeit" zu überbrücken, sagte er. Die positive Reaktion kommt überraschend, noch kurz zuvor hatte Trump das Gegenteil verkündet und Obamacare für tot erklärt.

Die neue Vorlage braucht nun die Zustimmung des Senats und des Repräsentantenhauses. In beiden Kammern halten Trumps Republikaner zwar die Mehrheit, waren mit der Umsetzung eines der wichtigsten Wahlversprechen von Trump in den vergangenen Monaten aber mehrfach gescheitert.