Der Beamtenbund lehnt die von der SPD wieder ins Gespräch gebrachte Bürgerversicherung ab. "Wir werden jedem Versuch entgegentreten, Versorgung und Rente, Beihilfe, PKV und gesetzliche Krankenversicherung in einen Topf zu werfen", sagte Beamtenbund-Chef Ulrich Silberbach. "Wer das bewährte eigenständige und verfassungsrechtlich verankerte Sicherungssystem der Beamten nachhaltig verschlechtern oder gar gänzlich auflösen will, überschreitet eine rote Linie."

Die Forderung nach einer Bürgerversicherung kam in der SPD im Zusammenhang mit möglichen Sondierungen mit der Union über eine Neuauflage der großen Koalition auf. SPD, Linke und Grüne setzen sich in verschiedenen Varianten für die Abschaffung der Privaten Krankenversicherung (PKV) ein und streben eine gesetzliche Bürgerversicherung für jeden an.

Die meisten Beamten sind privat versichert. Doch die hohen Beiträge der PKV zahlen sie nicht. Von ihren Dienstherren bekommen sie eine Beihilfe zwischen 50 und 80 Prozent für die Krankheitskosten.

Silberbach sagte: "Wir können die Funktionsfähigkeit unseres Staatswesens, deren Rückgrat nun einmal die Beamten mit ihrem besonderen und entsprechend alimentierten Pflicht- und Treueverhältnis sind, nicht auf dem Altar einer vermeintlichen sozialen Gerechtigkeit opfern."