Die Bürger aus sechs zentralafrikanischen Ländern dürfen künftig ohne Visum innerhalb der Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft Cemac reisen. Die Mitgliedstaaten haben den freien Personenverkehr in ihrer Region besiegelt, alle hätten bis Ende Oktober eine entsprechende Vereinbarung aus dem Jahr 2013 ratifiziert, wie Cemac mitteilte.

Der Gemeinschaft Cemac gehören der Tschad, die Zentralafrikanische Republik, Kamerun, die Republik Kongo, Äquatorialguinea und Gabun an – Länder mit sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Bedingungen. Verhandlungen über den freien Personenverkehr und über einen gemeinsamen Pass wurden bereits seit der Gründung der Cemac im Jahr 2000 geführt.

Bisher wehrten sich aber vor allem Gabun und Äquatorialguinea gegen den Schritt, da sie eine Masseneinwanderung aus den ärmeren Nachbarstaaten befürchteten. Die beiden Länder sind wegen ihrer Ölvorkommen vergleichsweise reich und gleichzeitig dünn besiedelt.

Cemac-Staaten

Mit dem Franc CFA besitzen die Cemac-Staaten bereits eine gemeinsame Währung. Der gemeinsame Markt umfasst 30 Millionen Einwohner, ein großer Teil davon lebt in Armut. Ebenso wie die zentralafrikanischen Staaten tun sich auch andere afrikanische Regionen schwer damit, den Grenzverkehr zu vereinfachen. Der innerafrikanische Handel ist daher nach wie vor nur wenig entwickelt.