US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea zum staatlichen Förderer von Terrorismus erklärt. Er habe das Regime in Pjöngjang wieder auf eine entsprechende schwarze Liste gesetzt, sagte Trump. Dies sei ein längst notwendiger Schritt und Teil der Kampagne der USA, maximalen Druck auf Nordkorea auszuüben. Außer die Welt mit atomarer Zerstörung zu bedrohen, habe Nordkorea wiederholt Akte des internationalen Terrorismus unterstützt, darunter Morde auf ausländischem Territorium, sagte der US-Präsident.

Der Schritt ermöglicht es der US-Regierung, weitere Strafmaßnahmen gegen das Land zu verhängen. Diese kündigte Trump dann auch an. Das Finanzministerium werde die Schritte am Dienstag offiziell bekannt geben. Damit sei dann der härteste Sanktionsrahmen gegenüber Nordkorea überhaupt erreicht, sagte Trump. 

Der US-Präsident hatte in den vergangenen beiden Wochen wichtige Verbündete in der Region besucht, darunter Japan und Südkorea. Auch mit Chinas Präsident Xi Jinping hatte er persönlich über Nordkorea gesprochen. Ziel sei es, das nordkoreanische Atomprogramm zu beenden. Auf dem Weg dorthin habe es zuletzt Fortschritte gegeben, sagte Trump. 

Japan unterstützt die Entscheidung der USA: "Wir begrüßen und unterstützen den Schritt, da er den Druck auf Nordkorea erhöhen dürfte", sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe am Dienstag in Tokio. Nach Einschätzung seines Verteidigungsministers sind allerdings neue Provokationen durch Nordkorea nicht auszuschließen. Japan sieht sich durch Nordkoreas Raketen- und Atomtests direkt bedroht. In jüngster Zeit hatte das Nachbarland zwei Raketen über Japan hinweg getestet.

Nordkorea stand zwei Jahrzehnte lang auf der Liste. 2008 strich die US-Regierung unter George W. Bush den Staat im Zuge der Atomverhandlungen von der Liste. Derzeit umfasst sie noch den Iran, den Sudan, Syrien und Kuba. Für diese Länder gelten Einschränkungen bei der US-Entwicklungshilfe, Rüstungsexporten und bestimmten finanziellen Transaktionen.

Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA haben sich in den vergangenen Monaten nach mehreren Raketen- und Atomtests des international weitgehend isolierten Landes verschärft. Trump drohte Nordkorea bei seiner ersten Rede vor der UN-Vollversammlung mit der "totalen Vernichtung". Kritiker stellten die Selbstbeherrschung Trumps infrage, nachdem er Nordkorea auf Twitter mehrmals mit einem harten Gegenschlag im Falle eines Angriffs gedroht hatte. Der für das US-Atomarsenal zuständige General sagte auf einem Sicherheitsforum, er würde einen illegalen Befehl zum Einsatz von Kernwaffen verweigern.