Jemenitische Huthi-Rebellen haben eigenen Angaben zufolge eine Rakete auf den internationalen Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad abgefeuert. Der Angriff sei eine Reaktion auf die Bombardements und die Blockade des Jemen durch eine saudi-arabisch geführte Militärintervention, sagte Ali al-Kahum vom politischen Büro der schiitischen Rebellen. 

Die Huthis, die weite Teile im Nordosten des Jemen kontrollieren, hätten eine Rakete des Typs Volcano H-2 eingesetzt. "Wir haben das Recht, zurückzuschlagen und Raketen abzufeuern auf jene, die unsere Söhne und unsere Bevölkerung mit ihren Flugzeugen töten", sagte al-Kahum. Er bezog sich damit auf einen Luftangriff vor wenigen Tagen in der jemenitischen Provinz Saada mit 29 Toten.

Zuvor hatte der arabische Nachrichtensender Al-Arabija berichtet, die saudi-arabische Luftwaffe habe nordöstlich von Riad eine Rakete abgefangen. Die ballistische Rakete sei "von begrenzter Größe" gewesen, hieß es in dem Bericht. Verletzte oder Schäden seien nicht gemeldet worden. Der Flughafen liegt im Nordosten der Hauptstadt.

Im Bürgerkriegsland Jemen führt Saudi-Arabien eine Militärkoalition an, die in innerjemenitische Kämpfe eingreift. Dort herrscht seit drei Jahren ein Bürgerkrieg zwischen Rebellen und der international anerkannten Regierung des Landes. Die Koalition, der mehrere arabische und nordafrikanische Länder angehören, fliegt seit 2015 Luftangriffe gegen die Rebellen und unterstützt damit die Truppen des sunnitischen Präsidenten des Jemen, Abed Rabbo Mansur Hadi.